Eine neue Kategorie. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall erstmal ein Erfahrungsbericht, denn heute waren Anica und ich in der
Global Coffee Lounge in Koblenz. Eigentlich auf ein Käffchen vor Ort, dann aber doch zum Mitnehmen. Warum? Später mehr. Den Laden hatten mir meine Eltern einmal empfohlen, kurzzeitig war er wohl geschlossen, aber nun wurde ein neuer Besitzer gefunden, der die alte Speise- und Getränkekarte übernommen hat.
Die LageSchön gelegen am Koblenzer Münzplatz, in einem Neubau, an dessen Stelle früher einmal das alte Burgtheater-Kino stand. Gemütlich eingerichtet, viele Plätze auf dem Münzplatz selbst. Ziemlich perfekt.
Die AuswahlKaffee und Wellfood in 100 Variationen, so wird der Laden angepriesen. Natürlich sind es oft nur andere Sirupsorten oder auch Zusammenstellungen, aber die Karte ist nicht übel. Eine recht große Auswahl an Heiß- und Kaltgetränken, dazu Bagel, Pizzen und Salate auf der Speisekarte.
Der ServiceZwar freundliche Begrüßung, als wir reinkamen, als wir uns dann aber draußen hinsetzten, kam niemand zu uns. Zwei Tische weiter wurde bedient, bei uns nicht. Nach ein paar Minuten mal selbst die Karte geholt, als zehn Minuten später immer noch niemand da gewesen war und unsere Parkuhr langsam ablief, entschieden wir uns den Kaffee mitzunehmen. Drinnen ein hohes Aufgebot von leicht verplanten Servicekräften, die alle keine Ahnung hatten wie man denn einen Coffee To Go macht und erstmal den Chef oder zumindest Chef vom Dienst holen mussten, der erstmal eine Servicekraft nachäffte, die eine Bestellung bei ihm aufgab. Sympathisch. Nach weiteren zehn Minuten hatten wir dann endlich unseren Kaffee in der Hand.
Der KaffeeDas wichtigste Kriterium für ein Café ist, na klar, der Kaffee. Sind wir mal ehrlich, Lage und Service sind Komponenten, die nicht unbedingt darüber entscheiden, ob wir wieder kommen oder nicht. Auf der Karte gab es einiges zur Auswahl, Anica entschied sich für einen
Mandel-Latte Macchiato, ich nahm den
Mocca Frappé.
In den Mandel Latte gab es noch zwei Restspritzer Mandelsirup, danach war die Flasche leer und auf die Idee eine neue Flasche anzubrechen um für etwas Geschmack zu sorgen kam der Chef nicht. Deckel für den Becher gab es auch nicht, also wurde der Pappbecher kurzerhand in einen Kaltgetränke-Plastikbecher gepackt, ein Sahnehaubendeckel drüber gestülpt und ein Strohhalm reingesteckt. Nicht unbedingt die ideale Art und Weise einen Latte Macchiato zu trinken und geschmacklich war es auch eher fad dank des quasi nicht vorhandenen Sirups.
Trotzdem war ihre Wahl die bessere, denn mein Mocca Frappé war zwar geschmacklich halbwegs okay, aber die Zubereitung rechtfertigte die 3,40€ kein Stück. Eiswürfel kamen in den Becher, oben drauf Eiskaffee aus dem Tetrapack, beides für eine Runde in den Mixer, Sahne und Kakaopulver drauf, fertig. Öhm, ja. Bei Coffee Bay oder Starbucks bekommt man für den gleichen (oder niedrigeren) Preis richtigen Filterkaffee und Milch in seinen Becher. Aber auf ein Billigprodukt aus dem Großmarkt kann ich ehrlich gesagt verzichten.
Das FazitVielleicht haben wir es einfach falsch gemacht. Vielleicht hätten wir uns einfach einen normalen Kaffee nehmen sollen. Vielleicht schmecken auch die Bagel ganz großartig. Aber wir werden es nie erfahren, denn Sirupgeiz und Tetrapack-Eiskaffee, das muss nicht sein. Gerade wenn nur ein paar Straßen weiter Coffee Bay und das Café Extrablatt zu finden sind. Und wenn sich am Konzept des Ladens nichts ändert, wird wohl bald wieder ein neuer Pächter gesucht. Trotz der guten Lage und der an und für sich guten Auswahl an Getränken.