Freitag, 10. April 2009

Projekt 52 - 13/09: Auf dem Kopf



Für das Thema Auf dem Kopf mussten mal wieder meine Lego-Freunde herhalten. Das war ein bisschen anstrengend, da das obere Männchen ein paar Probleme mit der Schwerkraft hatte. Aber als beide dann mal ihre Rolle verinnerlicht hatten, als das Licht stimmte und die Perspektive, dann war das Bild endlich im Kasten. Und nur eine Woche zu spät, immerhin.

Projekt 52 - 14/09: Türen und Tore



Ein kleines, aber doch schönes Tor zu einem kleinen Privatfriedhof am Fuß der Marksburg in Braubach. Mehr muss ich zu diesem Bild gar nicht schreiben. Außer, dass es auch zum heutigen Karfreitag passt. Und natürlich auch zum P52-Wochenthema Türen und Tore.

Ich habe allerdings auch etwas Kurioses gesehen und damit meine ich nicht die leicht verplante amerikanische Touristengruppe. Nein, ein Straßenschild: Achtung Eichhörnchen!

Nicolas Fargues - Nicht so schlimm

Endlich sitze ich im Zug. Der Tag war lang. Vormittags war ich arbeiten, am Nachmittag noch mal schnell in der Uni. Jetzt freue ich mich auf zuhause. Noch neunzig Minuten Zugfahrt. In meinem Gepäck nur mein iPod und ein neues Buch. Ich suche mir einen Platz und finde nur einen Vierersitz. Die Musik läuft schon, ich packe das Buch aus, lasse den Stress vom Tag mit einem kräftigen Atemzug raus und beginne zu lesen. Und schon quatschst du mich voll.

Ich verdrehe genervt die Augen. Entspannen wollte ich mich. Nach diesem lauten, anstrengenden Tag ein bisschen Ruhe. Du gibst sie mir nicht. Wir kennen uns nicht, aber du textest mich einfach zu. Auch nicht charmant oder interessant. Nein, völlig nervig. "Weißt du? Verstehst du?" Gott, wenn ich etwas hasse, dann sind es diese total unnötigen Satzanhängsel. Dieses penetrante Nachfragen. Nicht dieses urige "Gell?" oder "Woll?", wie man es in manchen Regionen an so ziemlich jede Äußerung dran hängt, die nicht schnell genug die Lippen verlässt.

Du erzählst mir, wie du in einem Restaurant von einem Mädel die Telefonnummer bekommen hast. Nur einen Monat, nachdem dich deine Frau oder Freundin oder wer auch immer betrogen hat. Du warst in Therapie deswegen. Also wegen dem Betrug, nicht wegen der Telefonnummer. Aha, deine Frau hat dich betrogen. Und ihr habt Kinder. Und du hast sie vorher betrogen, hast es ihr erzählt, wolltest sie verlassen, hast dann aber sofort Abstand davon genommen, als du ihr Gesicht gesehen hast. Und dann hat sie dich betrogen. Dass es ein muskelbepackter, großer Schwarzer war, der sie, wie du sagst, flach gelegt hat, scheint dich in deinem Ego ganz schön zu kränken.

Ich höre dir weiter zu, schaue zwar nicht gerade freundlich interessiert, aber was soll ich tun, schließlich ist mein Zug noch ne ganze Weile von meinem Heimatort entfernt. Du erzählst weiter von deiner Therapie, deiner Ehe, eurem Leben irgendwo 7.000km von Paris entfernt, von den Schamlippen deiner Frau. Also mangelnde Offenheit kann man dir nicht vorwerfen. Naja, so seid ihr Franzosen ja scheinbar. Ich sehe mich um, aber die ältere Dame im Vierersitz nebenan hat nichts mitbekommen und schaut fasziniert auf das Burgenpanorama vor den Fenstern.

Jetzt sprichst du von Alice, dem Mädel aus dem Restaurant. Sie ist zehn Jahre jünger als du, liiert, aber das scheint ja kein Problem zu sein. Ihr trefft euch, du nennst ihr all deine Sorgen und Probleme und dann küsst du sie. Du erzählst mir, wie ungewohnt es für dich ist eine weiße Frau zu küssen, nachdem du jahrelang mit einer schwarzen Frau zusammen warst. Das mit den Hautfarben lässt dir scheinbar keine Ruhe. Du verschweigst mir kein Detail, ob ich es wissen will oder nicht. Herrje, so hab ich mir meinen ruhigen Abend nicht vorgestellt. Erstmal kommst du nicht zum Zug, sie schreibt eine Klausur am nächsten Morgen, muss lernen, will dich aber danach wieder sehen. Und dann kommst du. Im wahrsten Sinne des Wortes, herzlichen Glückwunsch und so, du Hecht. Sie wirkt sympathisch, im Gegensatz zu dir, irgendwie missgönne ich dir das Abenteuer. Aber eigentlich ist es mir total egal.

Ich versuche mich ein bisschen auf die Musik zu konzentrieren. Die Hälfte der Strecke liegt noch vor mir. Aber du gibst nicht auf. Erzählst mir von deiner Rückkehr zu deiner Frau, wie ihr es treibt und dabei an andere denkt. Oder du dir einredest, dass auch sie nur an den, ich zitiere dich mal, Schwanz des Mobalesen, denkt, während deine Gedanken bei Alice sind. Ich will dir eigentlich gar nicht mehr zuhören, mich interessiert deine Geschichte, sorry, nen Scheiß, aber was soll ich machen? Wenn ich hier aussteigen und auf den nächsten Zug warten würde, du kämst mit mir. Wahrscheinlich sogar mit aufs Klo um mir dort weiter die Ohren vollzuheulen. Herrje. Ich lächle verkrampft, ergebe mich in mein Schicksal.

Nächster Halt: Zielbahnhof. Ich hab’s geschafft. Die Geschichte ging noch weiter, natürlich, ohne Punkt und Komma. Ich schlendere über den Bahnhofsvorplatz, während er sich vermutlich das nächste Opfer sucht, dem er seine Lebensgeschichte erzählen kann. War er mir eigentlich wirklich unsympathisch? Oder hatte ich am Ende doch etwas Mitleid mit ihm? Eigentlich war er ne ziemliche Wurst. Gekränktes Ego, verfrühte Midlife-Crisis. Sein Stil, sowohl mit Frauen umzugehen als auch zu sprechen, furchtbar. Mit ihm tauschen will ich nicht. Auch wenn am Ende... ach, egal, vielleicht trefft ihr ihn ja irgendwann einmal. Ich schlendere nach Hause und hab meine Ruhe. Und das ist das Beste an diesem Tag.

Donnerstag, 9. April 2009

active o2 + coffee flavour



Heute trudelte ein Paket bei mir ein. Drinnen waren acht Flaschen vom neuen active o2 mit Kaffeegeschmack in den Sorten Himbeer und Mango. Schuld ist eine Marketingaktion die über facebook lief. Und eigentlich habe ich mich auch ein bisschen darauf gefreut. Ich mag Kaffee (ist eine Untertreibung) und ich trinke auch active o2 generell mal ganz gern. Natürlich war ich ein bisschen skeptisch. Wasser mit Kaffeegeschmack. Ich hatte mal ne Kollegin, die konnte sowas herstellen, auch wenn sie es mir als normalen Kaffee verkaufen wollte. Aber so als normales Getränk für zwischendurch?

Nach einer Flasche in der Sorte Himbeer und ner halben Flasche Mango und damit ca. 75mg Koffein intus kann ich sagen: Nee! Ist nicht mein Ding. Wasser mit Himbeer oder Mango Geschmack? Gerne. Aber der coffee flavour ist too much. Würde ich mir so im Handel nicht kaufen. Dann mach ichs lieber wie beim Italiener. Espresso und ein Glas Wasser. Cheers!

ABT, die Zweite

In Düsseldorf hat man es nicht leicht. Man wohnt nah an Köln, aber trotzdem nicht in der wohl schönsten Stadt am Rhein. Man hat ein schickes Stadion, aber nur ein geliehenes Team im Profifußball, auch wenn sich das bald ändern könnte. Man trinkt ne furchtbare Pfütze namens Alt statt feinstem Kölsch. Und im Eishockey...ach nee, da sind die Haie ja draußen und die DEG steht im Finale. Egal. Düsseldorf.

In Düsseldorf ist a-better-tomorrow.com ansässig, ein Laden, bei dem ihr eure T-Shirts kaufen solltet und über den ich vor ein paar Monaten mal kurz geschrieben habe. Die suchen jetzt ein paar Freiwillige, die, ich zitiere, "Ne halbe Stunde am Screen sitzen, Fragen beantworten und surfen :-)" und dafür ein T-Shirt für umme bekommen. Und das in den Zeiten der Wirtschaftskrise. Also, wenn ihr in Düsseldorf und Umgebung wohnt, dann seid ihr wenigstens dieses eine Mal keine armen Säue. Die Kontaktdaten zu ABT findet ihr auf deren Seite. Viel Spaß!

Dienstag, 7. April 2009

Womanizer

Es gibt ja Lieder, die werden deutlich häufiger gecovert als andere. Aktuell auf Platz 1 der Covercharts ist vermutlich Womanizer von Britney Spears. Ist sicher auch eine Art Erfolg für die Gute. Es sei ihr nach all den Strapazen gegönnt. Hier mal vier Interpretationen von Künstlern, die ich generell sehr gerne höre.

Lily Allen
Ladyhawke
Timid Tiger
Franz Ferdinand

Und wo ich gerade bei Coverversionen bin:
Biffy Clyro - Umbrella (Rihanna Cover)

lovelybooks.de



Heute bekam ich Post aus Stuttgart. Von lovelybooks.de kam ein Päckchen mit einer Tasche für den nächsten Bücherkauf und ner Menge Lesezeichen. Weit mehr als auf dem Bild zu sehen sind. Und da kann ich auch hier mal diese Seite empfehlen. lovelybooks.de ist so etwas wie lastFM für Bücher. Ihr könnt Bücher, die in euren Regalen vor sich hin verstauben, auflisten, empfehlen oder eben nicht, schauen ob es Leute gibt, die einen ähnlichen Lesegeschmack haben und natürlich auch Buchempfehlungen bekommen. Außerdem gibt es oft nette Gewinnspiele oder Testlesezirkel, in denen man Bücher vorab lesen kann, wenn man diese dann rezensiert. Gerade gibt es übrigens ein Ostergewinnspiel. Wenn man das tägliche Rätsel löst, kann man eines von drei der gesuchten Bücher gewinnen.

Genug der Werbung, jetzt nur noch kurz ein Hinweis. Am 23.04. ist der sogenannte Welttag des Buches. Den gibt es erst seit 1995. Viel länger wird an diesem Tag aber das Buch in Katalonien gefeiert. Dort schenken an diesem Tag, Sant Jordi, die Männer ihren Frauen eine rote Rose und die Frauen ihren Männern ein Buch. Ich hoffe, dieser Zaunpfahl verfehlt sein Ziel nicht.

Sonntag, 5. April 2009

Teatime



Letzte Woche fragte ich mich noch, ob das Blog hier zum Sammelbecken für Lyrics und Fotos wird. Und jetzt? Jetzt gibt es das zweite Rezept. Und zwar eins für einen leckeren Eistee, das ich von der Steffi bekommen habe. Dafür braucht ihr:

2 Liter heißes Wasser
2 Beutel Schwarzen Tee
3 Beutel Blutorangentee
3 Beutel Limettentee
1/2 Limette (nur den Saft)
Zucker nach Geschmack

So, nun ist es ganz einfach. Die Teebeutel in ne Kanne oder nen Topf, das heiße Wasser drüber, die halbe Limette darüber pressen, 10 Minuten ziehen lassen, Beutel raus, Zucker dazu und dann muss es abkühlen. Schön erfrischend, besonders mit Eiswürfeln.

Als ich auf der Suche nach Blutorangen- und Limettentee vor dem Teeregal im Supermarkt stand, fiel mir noch der Mords-Kater-Tee in die Hände. Den musste ich einfach mitnehmen. Die Geschmacksrichtung ist übrigens Orange+Erdbeere+Magnesium. Aber das ist ja eigentlich nur Nebensache bei dem Namen, oder?

Famous First Words 1

Eine Kategorie über die Anfänge von Büchern. Ich grüble noch, ob lediglich der erste Satz genannt werden sollte oder doch der erste Sinnabschnitt. Mal testen.

Der erste Satz:
"Wichser!", krächzte der Rabe.
Eigentlich ein guter Satz. Aber der Dialog geht eigentlich schon recht lesenswert weiter, daher schreibe ich ihn mal aus.
"Wichser!", krächzte der Rabe.
Ohne Raben geht's wohl auch nicht.
"Närrisch, ihm das Sprechen beizubringen, wenn Ihr mich fragt!", sagte die Wache.
"Ich bin von Berufs wegen närrisch, mein Freund", sagte ich. Bin ich tatsächlich. Ein närrischer Narr. Der Narr am Hofe Lears von Britannien. "Und ihr seid wahrlich ein Wichser*", sagte ich.
"Verpiss dich!", kreischte der Rabe.

* Wichser - Einer, der wichst, ein Masturbateur
Na wenn das mal kein Auftakt für die neue Literaturspalte ist. Dieser Buchbeginn stammt übrigens aus dem neuesten Werk von Christopher Moore: Fool. Satz? Sinnabschnitt? Satz? Sinnabschnitt? Ich überleg mir das mal bis zum nächsten Buch.

Freitag, 3. April 2009

Bands, die es wieder geben sollte...

Blur kommen dieses Jahr auf die Bühnen zurück, Faith No More spielen wieder zusammen, Selig haben eine neue und gar nicht mal üble Platte aufgenommen, die White Stripes sangen zumindest live in einer US-Talkshow. Dazu kommen 2009 noch mehr oder weniger interessante Reunions von No Doubt, den Guano Apes und Take That mit Robbie. Warum nehmen sich nicht folgende Bands mal ein Vorbild daran und gehen wieder zusammen ins Studio oder wenigstens auf Tour:

Garbage
at the Drive-In
Readymade
The Smiths
The Libertines
The Wohlstandskinder
Pulp
Tiger Tunes